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Nummer 8 12. Januar 2010

Posted by fooloth in Final.
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Vor einem viertel Jahr habe ich aufgehört, hier zu schreiben, aus verschiedenen Gründen, mein letztes Posting und der daran anschließende Thread lässt vielleicht manchens davon erahnen. Und solange habe ich mich auch davor gedrückt, diesen Blog zu einem ordentlichen Abschluss zu bringen. Heute ist der Tag, an dem der Kreis sich schließt, heute kann ich endlich sagen:

Herzlich willkommen, Nummer 8!

Mit gemischten Gefühlen habe ich den Kleinen heute schon gesehen, er hat noch keinen Namen außer dem Nachnamen, der der gleiche ist wie meiner. Aber ich fange schon wieder an, pathetisch zu werden, und das wollte ich doch gar nicht.

Ein neuer Bewohner ist hier auf dieser Welt, die manchmal doch gar nicht so schlecht ist, und das ist in jedem Fall ein freudiger Anlass! Ja! Herzlich willkommen! Das Leben ist gut, das sollte man wirklich niemals vergessen.

Ohne viel mehr zu sagen möchte ich noch meine Grüße schicken zu ceceka nach E und in die Chaosbude zu BabbeldÜM. Danke, dass ich Euch kennenlernen durfte, so ein bisschen wenigstens. Werde auch weiterhin immer mal wieder bei Euch vorbeischauen! Und von N. hoffe ich auch in Zukunft zu hören: denn dieser Blog hat sich schon gelohnt.

Schönen Abend Euch allen!

Falls das auch noch interessieren sollte: der Scheidungstermin war pünktlich zu Weihnachten, und es geht tatsächlich. Man kann sich trennen, ohne sich zu zerfleischen. Keine halbe Stunde nach dem angesetzten Termin stand ich mit einem Glühwein in der Hand auf dem Weihnachtsmarkt, den ganzen Tag (ich verkneife mir die Platitüde „und das ganze Leben“) noch vor mir.

Funktionieren 11. Oktober 2009

Posted by fooloth in Meinung.
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Eigentlich habe ich doch alles erreicht, wofür ich gekämpft habe. Angefangen mit dem Verhindern des Schulwechsels über eine schriftliche Vereinbarung zum Wechselmodell bis hin zu finanziellen Erfolgen: Prozesskostenhilfe, Jugendhilfe für die Tagesmutter, und ab nächstem Monat sogar Kindergeld.

Aber zu welchem Preis? Heute bin ich ein psychisches Wrack, ich gehöre auf den Schrottplatz. Ich sage Termine ab, melde mich krank, lasse Workshops platzen, ignoriere Deadlines, fahre hunderte von Kilometer in fremde Städte, Städte, die ich nicht kenne, in denen keine Erinnerungen oder Assoziationen auf mich warten, nur um festzustellen, dass man überall weinen kann.

Neidisch schiele ich dann auf die vielen anderen Väter, die sich einfach freikaufen. Das ist der bequeme Weg: ich hätte mich einfach freikaufen können, einen Tapetenwechsel vornehmen, Luftveränderung, meinen Sehnsüchten folgen, mich in mir selbst suchen statt in den Kindern. An Tagen wie heute bereue ich es, meine gesamte Energie in das Ziel „Alltag“ gesteckt zu haben. In den Schattenriss eines Lebensstils, für den ich mich vor zehn Jahren mal entschieden habe.

Was ist aus meinen mutigen Entscheidungen geworden? Aus der ständigen Neugier? In diesen Tagen ist das das größte, was ich erreichen kann: funktionieren, den Tag überstehen.

Jugendhilfe beim Wechselmodell 27. September 2009

Posted by fooloth in Fakten.
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Es bewegt sich etwas, da wo ich es nie erwartet hatte! Das Jugendamt, Abteilung Wirtschaftliche Jugendhilfe, reagiert auf die Forderung des Tagesmüttervereins und erlaubt mir, einen Antrag auf Gewährung von Jugendhilfe (SGB VIII) zu stellen.

Bisher hatte ich mehrfach die Auskunft erhalten, dass ich für Ellies Tagesmutter keine Jugendhilfe beantragen kann, weil Ellie nicht bei mir gemeldet ist. Die einfachste Lösung, Ellie bei mir anzumelden, scheiterte bisher an Ivys Zustimmung. Und diese „einfachste Lösung“ kann natürlich auch nicht der amtliche Weg sein, schließlich wird so das Problem nur von einem auf den anderen Elternteil verlagert.

Jetzt akzeptiert das Jugendamt anscheinend zum ersten Mal die Realität eines Wechselmodells – das ist wirklich ein Fortschritt, finde ich. In einem Schreiben bittet die Behörde darum, „zur Beurteilung des von Ihnen genannten Wechselmodells eine schriftliche Erklärung, unterschrieben von Ihnen und der Mutter“, einzureichen.

Außerdem werden folgende Nachweise angefordert:

  • Arbeitsvertrag
  • Verdienstabrechnungen der letzten zwölf Monate
  • Nachweise über Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld
  • schriftlicher Nachweis über Ihre Arbeitstage
  • Nachweise über Einnahmen aus Vermögen (Zinsen, Dividenden, Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung u.ä.)
  • Immatrikulationsbescheinigung
  • vorauss. Dauer Ihres Studiums
  • Studientage
  • BaföG-Bescheid
  • Wohnen Sie bei Ihren Eltern oder Schwiegereltern?
  • Nachweise über sonstiges Einkommen:
    a) Wohngeldbescheid
    b) Kindergeld
    c) Unterhalt/Unterhaltsvorschuss (Urkunde und Urteil) für Ivy und evtl. Ellie
    d) sonstiges Einkommen, z.B. Rente, Zinseinkünfte, Unterhaltsleistungen, Sozialhilfe, Arbeitslosengeld, Unterhaltsgeld, etc.
  • Mietvertrag und Nachweise über Nebenkosten, z.B. Stadtwerkeabrechnungen (bitte Heizkosten separat aufführen)
  • Entfernung von Wohnung zum Arbeitsplatz/Studienort (einfache Strecke in km) oder Fahrtkosten mit öffentlichen Verkehrsmitteln
  • Nachweise über Schuldverpflichtungen
  • Darlehensvertrag und monatliche Tilgungsraten
  • Begründung Kreditaufnahme
  • Nachweise über bestehende Versicherungen wie Hausrat-, Haftpflicht- und/oder Unfallversicherungen
  • Nachweise über bestehende Lebensversicherungen (nur auf Rentenbasis – Bestätigung/Nachweis des Versicherungsunternehmens notwendig)

Wow, da hat sich jemand richtig Mühe gegeben! Ich bekomme Lust, über diese Auflistung zu lästern (z.B. weil ich nicht nur Unterhalt angeben müsste, sondern auch Unterhaltsvorschuss, Unterhaltsleistungen und Unterhaltsgeld – was um Himmels Willen ist da überall der Unterschied!?), aber – hey – ich bin froh, dass das Jugendamt diesen Weg überhaupt geöffnet hat.

Und eben das ist auch der größte Erfolg daran. Bei mir geht es nicht um wahnsinnig viel Geld; aber es ist bemerkenswert, dass das Jugendamt die Realität von Wechselmodellen anerkennt und eine Lösung anbietet, denn meldetechnisch ist das Wechselmodell (noch) nicht umzusetzen; auch Kinder können nur einen Hauptwohnsitz haben.

Lektionen im Loslassen 11. September 2009

Posted by fooloth in Meinung.
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  1. Zum Frisör gehen
  2. Mit dem Rauchen aufhören
  3. Sämtliche Lebensmittelvorräte aufessen
  4. Endlich wieder von Dinkel- auf Weizenmehl umstellen
  5. Musik hören
    Gut geeignet: The Art of How To Fall von Rebekka Bakken
    Nicht gut geeignet: Sprünge von Herbert Grönemeyer
  6. Lesen
    Gut geeignet: Die Selbstmordschwestern von Jeffrey Eugenides
    Nicht gut geeignet: Von der Liebe und ihren Bedingungen von Peter Høeg
  7. Und die heftigste Lektion: Zum Kaffetrinken in Ivys neue Wohnung gehen und die ganzen Dinge sehen, die wir gemeinsam gekauft hatten, mit denen ich jahrelang gelebt habe, die ihre eigene Geschichte haben, und die jetzt in einem neuen Kontext in dieser mir seltsam unbehaglichen Wohnung stehen, in Ivys und Flox’ gemeinsamer Wohnung.

Ivys und Flox’ gemeinsamen Bücherregale, das Schlafzimmer, die große Wohnküche, das alles zeigt mir, dass ich noch eine ganz Reihe von Lektionen im Loslassen zu bewältigen habe.

Wechselmodell (2) 10. September 2009

Posted by fooloth in Antworten.
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„Das Wechselmodell steht und fällt mit der Kommunikationsbereitschaft der Eltern.“

Diese Aussage des Beraters vom Sozialen Dienst am Jugendamt macht doch mal Mut! Bei unserem heutigen Mediationsgespräch meinte er, wir Eltern seien die einzigen Experten, was unsere Kinder angeht; nur wir könnten wirklich wissen, was das beste für die beiden sei.

Und ja: Ivy hat sich tatsächlich zu unserem Wechselmodell bekannt. Wir werden es zusammen, gemeinsam und miteinander weiterführen, auch wenn Nummer 8 da ist. Solange es für My und Ellie funktioniert. Für mich ist es der größte Erfolg dieses Gesprächs, dieses Tages und dieser Woche, so ein Bekenntnis aus Ivys Mund zu hören.

Der Berater vom Jugendamt hat mich erstaunt, denn zum ersten Mal rede ich mit jemandem, der unsere Situation unvoreingenommen und ohne vorgefertigte Rollenverteilung von Mutter und Vater betrachtet. Ivy musste ganz schön schlucken, als er sagte, es sei im Grunde und von außen betrachtet nicht gerecht, wenn beide Kinder bei ihr gemeldet seien, obwohl wir das Wechselmodell praktizierten. Aber das heißt nicht, dass er zu einer Ummeldung rät; vielmehr traut er uns zu, dass wir uns selbst untereinander einig werden. Und nach diesem Gespräch traue ich das Ivy und mir auch wieder zu.

Und auch heute war der Tenor wieder der: Konflikte vermeiden (z.B. kein Streit übers Geld anzetteln) und das Wohlergehen der Kinder in den Mittelpunkt stellen.

Wechselmodell (1) 9. September 2009

Posted by fooloth in Fragen, Meinung.
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Morgen steht ein Mediationstermin beim Jugendamt an, und es wird auch um die eine Frage gehen:

Ist das Wechselmodell tatsächlich das beste Modell für uns?

Jeder Profi (Jugendamt, VAMV) zeigt sich erstmal skeptisch, sobald ich vom Wechselmodell zu reden beginne. Teilweise bekomme ich dann sachliche Argumente zu hören (die Gefahr, dass die Kinder keinen echten Lebensmittelpunkt entwickeln können), teilweise Argumente, über die ich mich an anderer Stelle schon genug ausgelassen habe (Väter wollen das Wechselmodell durchsetzen, damit sie keinen Unterhalt bezahlen müssen). Dabei sehe ich ja ein, dass das Wechselmodell nicht unproblematisch ist. Aber: bei uns hat es bislang hervorragend funktioniert!

Die Voraussetzungen waren bei uns fast ideal:

  • Wir haben direkt nebeneinander gewohnt
  • Ivy und ich haben einen entspannten Umgang miteinander gepflegt
  • Die Kommunikation zwischen uns war akzeptabel
  • Wir haben uns auch vorher schon, seit wir Kinder haben, zu etwa gleichen Teilen um die Kinder gekümmert
  • Wir konnten unsere Arbeitszeiten so einrichten, dass jede Woche nach dem gleichen Schema funktionert

Unter diesen Bedingungen war das Wechselmodell das beste für uns alle – davon bin ich überzeugt. Und ja, es spielt auch eine Rolle, was die Eltern wollen. Natürlich darf ein Wechselmodell niemals mit Gewalt und auf Kosten der Kinder durchgesetzt werden, nur damit jeder Elternteil genau die Hälfte der Kinder für sich bekommt. Aber ganz ignorieren darf man das auch nicht, wenn es für Eltern, ob jetzt Väter oder Mütter, auch ein Teil zum Glück ist, mit den eigenen Kindern zusammenzuleben. Glückliche Eltern tun doch auch ihren Kindern gut, oder? Ich kann jedenfalls nachvollziehen, wenn sich (Achtung, Schwarzmalerei:) Väter von ihren Kindern entfremden und schließlich frustriert zurückziehen, weil ihnen der Kontakt immer weiter eingeschränkt wird, obwohl es für sie doch auch eine Lebensentscheidung war, Kinder zu bekommen.

Bei uns haben sich die Bedingungen durch Ivys Wegzug ja etwas geändert, deswegen werden wir morgen über das Wechselmodell sprechen. Wird es nach den Sommerferien noch das beste Modell für uns sein?

Achso, soll ich noch ein Wort zum Geld verlieren?

Das mit dem Kindesunterhalt kann man sehr kompliziert ausrechnen (wie genau ist die Aufteilung, gibt es gemeinsame Ausgaben, wie groß sind die Kinderzimmer, wie hoch das jeweilige Einkommen …), man kann es sich aber auch einfacher machen und sagen: beim Wechselmodell übernehmen beide Eltern die Betreuung zu gleichen Teilen, also wird gar kein Kindesunterhalt gezahlt.

Schwieriger ist es beim Kindergeld und der Lohnsteuerklasse und diversen anderen Kleinigkeiten, bei denen es darauf ankommt, bei wem das Kind gemeldet ist. Denn dass Kinder zwei Hauptwohnsitze anmelden, das geht immer noch nicht. Da muss man sich einigen. Oder man hat das Glück zweier Kinder, dann kann jedes bei einem gemeldet werden …

Update: Jetzt — die Situation 1. September 2009

Posted by fooloth in Antworten, Fakten.
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Erstaunlich, wie sich unsere Situation beruhigt und verbessert hat, verglichen mit der noch vor ein paar Wochen.

Ivys Umzug ist über die Bühne gegangen. Ich hatte vor einigen Tagen noch Gelegenheit kurz durch die leere Wohnung zu gehen, in der ich schließlich auch jahrelang gelebt habe. Sie roch wieder genaus so wie damals, als wir sie zum ersten Mal gesehen haben – damals war sie ja auch leer.

Die Entscheidung, wie und wo My und Ellie weiter leben werden, ist auch gefallen: wir werden das Wechselmodell im Prinzip genau so weiterführen wie bisher (Modell 1). Ich bin noch skeptisch, ob das auch klappt, aber wir werden es versuchen. Ellie wird auf der Grundschule hier bei mir im Ort bleiben, und My kommt wie seit Monaten geplant im Nachbarort in die fünfte Klasse. An den Tagen bei Ivy müssen die beiden also mit dem Bus fahren, und solange sie bei mir sind, können sie auch das Fahrrad nehmen oder zu Fuß gehen.

Was wir noch klären müssen, sind die Fragen des Unterhalts und der Zukunft. Zukunft heißt: Wir haben unsere Regelungen immer nur für den Augenblick getroffen – und selten mal etwas schriftlich gemacht. Jetzt möchte ich ein bisschen weiter vorausschauen und wenigstens für die nächsten zwei Jahre die schriftliche Abmachung treffen, dass wir das Wechselmodell beibehalten, auch wenn Nummer 8 auf der Welt ist und Ivy dann in Elternzeit geht. Jedenfalls solange es funktioniert.

Fazit: Bisher sind alle wichtigen Entscheidungen so ausgegangen, wie ich es mir für Ellie und My und für mich gewünscht hatte. Das hätte ich noch vor ein paar Wochen nicht erwartet.

Das Belohnungsprinzip 29. August 2009

Posted by fooloth in Meinung.
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Wenn ich das alles hinter mir habe, dann belohne ich mich mit …

Hmm …

Genau! Dann höre ich endlich mit dem Rauchen auf!

Haha, dabei wissen wir doch ganz genau, dass solche Pseudo-Silvester-Vorsätze nicht funktionieren. Da muss ich mir schon was besseres ausdenken. Sowohl eine bessere Belohnung als auch eine bessere Methode, was das Rauchen angeht. Obwohl, vielleicht kann ich doch beides miteinander verbinden, ich muss es nur cleverer anstellen.

  • Ich könnte mir vornehmen, nicht mehr zu rauchen, bis die Scheidung rum ist. Und danach einfach nicht mehr anfangen.
  • Oder ich reduziere ab jetzt kontinuierlich, bis ich zum Scheidungstermin bei Null angekommen bin. Jetzt: ca. 6 Zigaretten am Tag. Jede Woche eine weniger, dann wäre ich in sechs Wochen bei Null.
  • Oder ich warte nicht auf die Scheidung und höre jetzt auf der Stelle mit Rauchen auf.
  • Oder …?

Morgen habe ich eine Verabredung zum Inlinerfahren. Da Sport sich mit Nikotin ja bekanntermaßen so gar nicht verträgt, lege ich morgen einen rauchfreien Tag ein. Deal! Über übermorgen reden wir dann wann anders. Politik der Kleinen Schritte.

Meta 27. August 2009

Posted by fooloth in Fragen.
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Jetzt, wo sich mein Gedankenkarussell etwas löst, schwebt plötzlich eine ganz andere Frage in den Raum: was passiert hier eigentlich? Gemeint ist diesmal dieser Blog. Wieso schreibe ich das ganze hier? Am Anfang stand die Neugier, ich wollte nur wissen, wie und was das Bloggen ist. Und habe gemerkt, dass es Spaß macht, die Gedanken, die mich so umtreiben, nicht einfach in irgendeiner Text-Datei auf der Festplatte versauern zu lassen, sondern sie zu einer Chronologie zusammenzustellen, nach und nach, sozusagen Stück für Stück meine Geschichte zu schreiben. Die Öffentlichkeit des Blogs zwingt mich ein bisschen zur Regelmäßigkeit und erlegt mir stilistische Mindestanforderungen auf. Warum das Spaß macht, warum ich es immer noch mache, habe ich noch nicht rausgefunden.

Jetzt: Seit ein paar Tagen kommt Feedback von Lesern, dann sind da Klickzahlen, mit denen ich nie gerechnet hätte (ja, ich schaue tatsächlich in die Statistik rein). Und was passiert? Ich schreibe anders. Ich fange an, Berichterstattung zu betreiben. Ich bemühe mich, Euch auf dem Laufenden zu halten. Ich schreibe nicht mehr für mich, sondern für andere. Nicht, dass mich das jetzt stört, aber eigentlich wollte ich das nie. Und eigentlich geht das ganze doch niemanden was an, oder?

Andererseits tut es mir tatsächlich gut und ergibt irgendwo auch mehr Sinn, wenn andere „zuhören“, als nur ungelesen in den Wind zu schreiben. Und die Kommentare sind ja durchaus sehr hilfreich. Was habe ich also davon, hier weiter über Familiar Confusion zu berichten? Erstens: gute Tipps von Menschen, die ähnliches erlebt und durchgemacht haben. Zweitens: das Gefühl (die Illusion?), weniger allein zu sein.

Und warum lesen Menschen Familiar Confusion? Darauf hab ich noch keine Antwort.

Anwalt ja! 27. August 2009

Posted by fooloth in Antworten.
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Fertigpizza

Noch 23 Grad, ich sitz draußen auf meiner Küchenbank und feier den Tag mit einer Fertigpizza. Jupiter taucht über den Dächern auf, Delphin ist schön zu beobachten. Ich bin entspannt. Aldi-Tiramisu wartet im Kühlschrank.

Was soll das alles?

Ganz einfach: es geht mir gut! Das Gespräch mit einer Anwältin hat mir jede Menge Anspannung genommen, es hat mich von diesem Druck und der Unsicherheit befreit. Endlich genieße ich mal einen lauen Sommerabend. Sie kümmert sich um den ganzen Schriftkram, und wir haben rausgefunden, was ich für die Kinder und für mich will. Sie versteht es, unser Vorgehen so zu planen, dass es zu keinen Konfrontationen kommt und niemand ausgebootet wird.

YEAH!

Danke allen, die mir zu diesem Schritt geraten haben!